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Zähne und Medizin

Zähne und Medizin

Die Anatomie des Menschen lehrt uns, dass der Körper nur als Ganzes im Zusammenspiel zu betrachten ist. Die Zähne und das Kiefergelenk sind zusammen mit dem Körper ein geschlossenes System. In direktem Kontakt mit der Blutbahn, den Hirnnerven, der Wirbelsäule und mit dem Kopf und seinen Logen, gilt es bei Erkrankungen schnell zu handeln.

Ich wünsche mir, dass sie einen breiteren Einblick in die Zahnmedizin bekommen, damit die Erkrankungen im Mund ernst genommen werden und damit rechtzeitig behandelt werden können.

Bei maximal 32 Zahnfächern haben wir 32 Zugänge in die Blutbahn. Gelangen die Bakterien in ihre Blutbahn, werden sie durch die Organe gespült und setzen sich dort fest. Besonders ernst ist das Thema für Patienten mit Herzerkrankungen. Der Keimzufluß ist nicht zu unterschätzen.

Von Bakterien sprechen wir konkret, wenn wir z.B. von Parodontitis sprechen oder von Karies. Karies entsteht stufenweise, beginnend mit der Plaquebildung. Daher raten wir mind alle 6 Monate zur Prophylaxe zu kommen.

Das Kiefergelenk

Auch orthopädisch haben wir engsten Kontakt zum Kiefergelenk: Jeder, der Schulter- oder Nackenprobleme und damit Asymmetrien mitbringt, hat oft mitunter Unterkieferprobleme. Die Position des Unterkiefers liegt hierbei ungleichförmig, also eher verschoben und nicht physiologisch in Relation zum Oberkiefer. Das führt zu einem verfälschten Biss, zu Kontraktion beteiligter Muskeln und damit Spannungen und je nach Ausprägungsgrad bringt es Schmerzen mit sich und kann durch Fehlbelastung des Kiefergelenks über Diskusverschiebung auch zu Arthrose führen.

Andersherum stützt die Höcker-Fissuren-Verzahnung den Biss und hält damit beidseitig die Kiefergelenke in richtiger Position zur Gelenkgrube und damit das ganze Kausystem, bis hinunter über die Schultern zum Rücken/Becken. D.h., dass bei nicht fachgerechten Veränderungen des Bisses über Kronen, Füllungen oder durch fehlende Zähne und damit fehlende ausgeglichene Abstützung kombiniert mit Überbelastung einzelner Zähne das gesamte Körperkonstrukt in umgekehrter Richtung ebenfalls irritiert und langfristig verändert wird. (s.u.)

Man sieht es bereits optisch: ungleichmäßige Schulterhöhen sprechen für einseitig verkürzte Muskeln und verschobenem Unterkiefer. Das liegt besonders an der muskulären Verbindung des Unterkiefers zwischen Zungenbein und Schulterblatt (m. omohyoideus). Eine tgl. ungünstig eingenommene Körperhaltung genügt, um den Unterkiefer zu beeinflussen. Z.B. haben Zahnärzte aufgrund ihrer Arbeitshaltung oft einen verschobenen Unterkiefer nach rechts. Muskuläre Verbindung werden immer in Mitleidenschaft gezogen: Verbindungen zwischen Unterkiefer, Zungenbein, Halswirbelsäule bis zum hinteren Schulterblatt (m. levator scapulae), ja sogar bis zum Becken (m. psoas major). Im schlimmsten Fall ist das System dermaßen verformt, dass linker und rechter Fuß auf unterschiedlichen Höhen enden, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, die Beine seien nicht gleich lang. Es ist verständlich, dass man es kaum glauben kann, wenn man das erste mal hört, dass das Kausystem die „Ur“-sache seien könnte. Fakt ist, dass die Asymmetrie irgendwo ihren Ursprung genommen hat und dass es diesen Ursprung aufzufinden gilt. Symptombehandlung ist nicht ausreichend.

Man kann es nicht im Einzelnen betrachten und nur einen Muskel ausmachen. Es ist alles ein Zusammenspiel und als geschlossenen System zu betrachten, ähnlich wie beim Dominoeffekt.

Es stellen sich Menschen bei uns vor mit anhaltenden Kopfschmerzen. Manchmal sind sie bereits medikamentös eingestellt worden, weil man als Ursache eine psychosomatische Erkrankung vermutet hat, nachdem man bei der körperlichen Untersuchung nichts Auffälliges hatte feststellen können. Werden dann die tatsächlich vorhandenen Fehlstellungen des Unterkiefers erkannt und kieferorthopädisch und/oder zahnmedizinisch korrekt therapiert, verschwinden diese Beschwerden. CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ist ein hochkomplexes Gebiet und erfordert interdisziplinäre Therapie. Physiotherapie darf hierbei nicht fehlen.

Schienentherapie spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle: Wenn ihr Schmelz durch Zähneknirschen abgerieben wird, dann sackt der Unterkiefer weiter ein. Ihr Biss wird tiefer, das Kiefergelenk rutscht in eine Fehlposition und belastet die Gelenkgrube zusammen mit der Kiefergelenkskapsel so ungünstig, dass sich die Kapsel etwas bis völlig verschiebt, es zum Knackgeräusch kommt und u.a. Arthrose begünstigt. Außerdem sperrt die Dicke der Schiene ihren Biss und zwingt ihre Muskeln damit zum Entspannen. Nur so kann die Spannung abgebaut und die Verkürzung des Muskels zur Rückführung forciert werden.

Der Biss

Der Biss ist ein hochfein abgestimmter natürlicher Zustand. Den sollten wir bestmöglich beibehalten. Zähne sind höckrig, um Nahrung zu zerkleinern und um einen verschlüsselten Biss zu gewährleisten. Der Abrieb von Zähnen gehört natürlich auch zur Natur des Menschen, allerdings fällt der Abrieb oder das Pressen von Zähnen je nach Stressverarbeitung bei jedem unterschiedlich stark aus. Es ist gerade unsere Aufgabe diesen perfekten, physiologischen Biss zu erhalten. Die kleinste Veränderung kann im komplexen Kiefergelenksystem mit seinen drei Bewegungsebenen zu Funktionsstörungen führen (s.o.). Es gibt nur eine Ausnahme, wo es die Natur vorsieht, dass Zähne stark abradiert werden: im Milchzahngebiss.

Da Kinder noch im Wachstum sind und im Laufe des Wachstums der Unterkiefer sich nach vorn-unten verschiebt, darf der Biss nicht starr verschlüsselt sein. Bei Neugeborenen sehen sie z.B. sehr deutlich wie weit der Unterkiefer zurückliegt (Neugeborenen Rücklage) und dass er noch wachsen muss, um den Oberkiefer einzuholen. Die Konsistenz der Milchzähne ist daher viel spröder, damit durch Abrieb des Zahnschmelzes das Wachstum des Unterkiefers ungehindert fortschreiten kann. Es ist also notwendig, dass ihr Kind stark knirscht. Oft sind Eltern besorgt und fragen nach Schienen für ihre Kinder, aber lassen sie sich von den lauten Knirschgeräuschen nicht beunruhigen. Kinder knirschen streckenweise überdurchschnittlich laut, aber das braucht ihr Wachstum. Sobald die Milchzähne ihren Dienst erfüllt haben, mit dem letzten starken Wachstumsschub, kurz vor Beendigung des Unterkieferwachstums, mit der 1. physiologischen Bisshebung der ersten Molaren, beginnen die Milchzähne nacheinander auszufallen. Offensichtlich ist dieser einzigartige Biss sehr bedeutend für den Körper und seine Funktion (s.o.).

Medizin gehört immer als Ganzes betrachtet. Jeder, der die Anatomie kennt, weiß um die Logik des Körperaufbaus. Die Zähne und das Kiefergelenksystem müssen immer in das komplexe Zusammenspiel des Körpers mitintepretiert werden.

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